Anfrage: Nichtschwimmer in Hannover

Im Zusam­men­hang mit der Bäder­ana­ly­se für die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver hat die PIRA­TEN-Frak­ti­on am 10. Janu­ar 2014 fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge    gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Nicht­schwim­mer in Han­no­ver

Nach einer bun­des­wei­ten Erhe­bung der Deut­schen Lebens-Ret­tungs-Gesell­schaft e.V. (DLRG) sind immer mehr Kin­der am Ende ihrer Grund­schul­zeit Nicht­schwim­mer. Laut der Kin­der- und Jugend­ge­sund­heits­stu­die „KiGGS“ des Robert-Koch-Insti­tuts besteht ein deut­li­cher Zusam­men­hang zwi­schen der moto­ri­schen Leis­tungs­fä­hig­keit von Kin­dern und dem sozia­len Hin­ter­grund ihrer Eltern.

In Han­no­ver gibt es ver­schie­de­ne Schwimm­kurs­an­ge­bo­te und dabei besteht die Mög­lich­keit für Ermä­ßi­gun­gen im Rah­men des Han­no­ver-Aktiv-Pas­ses. Außer­dem ertei­len han­no­ver­sche Schu­len Schwimm­un­ter­richt, sofern die ver­füg­ba­ren Was­ser­zei­ten in die Stun­den­plä­ne inte­grier­bar und aus­rei­chend qua­li­fi­zier­te Lehr­kräf­te vor­han­den sind.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Wel­che Maß­nah­men hat die Ver­wal­tung in den letz­ten zehn Jah­ren ergrif­fen, um die Zahl der Nicht­schwim­mer in Han­no­ver zu sen­ken und wel­che dar­über hin­aus­ge­hen­den Pla­nun­gen lau­fen der­zeit, um das Schwimm­ver­mö­gen zum Bei­spiel von Schul­kin­dern zu för­dern und zu erhal­ten?

2. Wie vie­le Bade­un­fäl­le mit Nicht­schwim­mern haben sich in den letz­ten zehn Jah­ren in Han­no­ver ereig­net und wel­che Kon­se­quen­zen zog und zieht die Ver­wal­tung dar­aus?

3. Wel­che Rol­le wird das Schul- und Ver­eins­schwim­men im Rah­men der Umset­zung der Bäder­ana­ly­se kon­kret spie­len?

Dr. Jür­gen Jung­hä­nel (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 30. Janu­ar 2014 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 0053/​2014 F1  bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0053–2014F1

Anfrage: Neusprech um die D-Linie

Durch Pres­se­be­richt­erstat­tung ist am 26. Sep­tem­ber 2013 die Absicht bekannt gewor­den, die umstrit­te­nen Pla­nun­gen rund um die D-Linie schön zu reden. Das hat die PIRA­TEN-Frak­ti­on am 27. Sep­tem­ber 2013 zum Anlass für fol­gen­de Anfra­ge genom­men, die in der Rats­ver­samm­lung am 24. Okto­ber 2013 auf der Tages­ord­nung ste­hen wird:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge    gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Neu­sprech um die D-Linie

„Was jemand wil­lent­lich ver­ber­gen will, sei es vor andern, sei es vor sich sel­ber, auch was er unbe­wusst in sich trägt: die Spra­che bringt es an den Tag.“ (Vic­tor Klem­pe­rer in „LTI, Notiz­buch eines Phi­lo­lo­gen“)

Laut Neu­er Pres­se vom 26. Sep­tem­ber 2013 (Sei­te 13) möch­te die Infra­struk­tur­ge­sell­schaft Regi­on Han­no­ver mbH (infra) die öffent­li­che Mei­nung zum umstrit­te­nen Aus­bau der Stadt­bahn­li­ni­en 10 und 17 beein­flus­sen — mit Hil­fe von Wer­be­fach­leu­ten und geziel­ten PR-Aktio­nen.

So soll auf Emp­feh­lung der Wer­ber die neue Stre­cke nicht „bes­ser“ genannt wer­den, son­dern „anders“.  Es soll nicht von „Auf­wer­tung“ gespro­chen wer­den, son­dern von „Ver­än­de­run­gen“. Die Ver­kehrs­pla­nun­gen sol­len nicht mehr als „lang­fris­tig sinn­voll“ bezeich­net wer­den, son­dern „eine neue Per­spek­ti­ve“ bie­ten.

Die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver ist über die Ver­sor­gungs- und Ver­kehrs­ge­sell­schaft Han­no­ver mbH mit 80,49 % an der infra betei­ligt.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Sind der Ver­wal­tung die PR-Pla­nun­gen der infra bekannt? (Wenn Ja, wel­che Mög­lich­kei­ten hat die Ver­wal­tung, die­se zu stop­pen? Wenn Nein, wird sich die Ver­wal­tung bemü­hen, die­se Infor­ma­tio­nen zu bekom­men?)

2. Wel­che Mög­lich­kei­ten hat die Ver­wal­tung, die PR-Pla­nun­gen der infra zur D-Linie offen zu legen, und wel­che nutzt sie?

3. Für wel­che grö­ße­ren, kon­tro­vers dis­ku­tier­ten Vor­ha­ben und Pla­nun­gen im Zustän­dig­keits­be­reich der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver hat die Ver­wal­tung seit dem EXPO 2000-Pro­jekt die Diens­te von Wer­be-/PR-Agen­tu­ren in Anspruch genom­men?

Dirk Hill­brecht (stellv. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 24. Okto­ber 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 2076/​2013 F1  bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/2076–2013F1

PIRATEN übernehmen geniale Formulierungen aus SPD-Antrag für eigene Anfrage: Krippenbetreuung in Hannover nach Inkrafttreten des Rechtsanspruches

Wäh­rend der Rats­ver­samm­lung am 19. Sep­tem­ber 2013 fin­det auf Antrag der SPD-Frak­ti­on eine Aktu­el­le Stun­de mit dem Titel „Krip­pen­be­treu­ung in Han­no­ver nach Inkraft­tre­ten des Rechts­an­spruchs” statt. Die SPD-Frak­ti­on behaup­tet: „Nach fast zwei Mona­ten Rechts­an­spruch ist es an der Zeit Zwi­schen­bi­lanz zu zie­hen.” Es ist sicher rei­ner Zufall, dass die­se Zwi­schen­bi­lanz-Zeit drei Tage vor der Bun­des­tags­wahl liegt. Wegen des genia­len Tief­gangs des SPD-Antra­ges hat die PIRA­TEN-Frak­ti­on die­sen als Mus­ter für eine Anfra­ge genutzt, die selbst­ver­ständ­lich unter iden­ti­schem Titel steht. Es ist sicher kein Zufall, dass die­se PIRA­TEN-Anfra­ge nun auch auf die Tages­ord­nung der nächs­ten Rats­ver­samm­lung am 19. Sep­tem­ber 2013 kommt, drei Tage vor der Bun­des­tags­wahl  …

Der Wort­laut der am 6. Sep­tem­ber 2013 ein­ge­reich­ten PIRA­TEN-Anfra­ge:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge    gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Krip­pen­be­treu­ung in Han­no­ver nach Inkraft­tre­ten des Rechts­an­spru­ches

Seit dem 01.08.2013 gilt für Kin­der zwi­schen 1 und 3 Jah­ren bun­des­weit ein Rechts­an­spruch auf einen Betreu­ungs­platz. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben die Kom­mu­nen in Deutsch­land auf Hoch­tou­ren an einem Aus­bau der U3 Plät­ze gear­bei­tet, auch Han­no­ver. Nach fast zwei Mona­ten Rechts­an­spruch ist es an der Zeit, Nach­fra­gen zu stel­len:

1. Wie vie­le freie und wie vie­le beleg­te Krip­pen­plät­ze gibt es im gesam­ten Stadt­ge­biet und wie ver­tei­len sich die­se Plät­ze inner­halb der Stadt­be­zir­ke und Stadt­tei­le?

2. Wel­che Bedar­fe bestehen vor­aus­sicht­lich inner­halb des lau­fen­den und kom­men­den Kin­der­gar­ten­jah­res  in den ein­zel­nen Stadt­be­zir­ken und wie wer­den die­se ermit­telt?

3. Gibt es in Zusam­men­hang mit dem neu­en Rechts­an­spruch Kla­gen oder Kla­ge­an­dro­hun­gen? (Wenn Ja: Wie vie­le und aus wel­chen Stadt­tei­len?  Wenn Nein: In wie weit ist die Ver­wal­tung auf even­tu­el­le Kla­gen vor­be­rei­tet?)

Dr. Jür­gen Jung­hä­nel (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 19. Sep­tem­ber 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 1913/​2013 F1  bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/1913–2013F1

Anfrage: Kunstgegenstände im Besitz der Landeshauptstadt Hannover

 Die PIRA­TEN-Frak­ti­on hat am 12. August 2013 fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Kunst­ge­gen­stän­de im Besitz der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Den wesent­li­chen Kern der Eröff­nungs­bi­lanz der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver im Rah­men der Ein­füh­rung des Neu­en Kom­mu­na­len Rech­nungs­we­sens bil­de­te die Erfas­sung und Bewer­tung sämt­li­cher Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de. Dabei waren auch alle Kunst­ge­gen­stän­de zu berück­sich­ti­gen — unab­hän­gig davon, ob sich die­se aktu­ell im tat­säch­li­chen Bestand der Stadt befan­den oder zum Bei­spiel als Leih­ga­be in nicht­städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen.

Die umfang­rei­che Gra­fik-Samm­lung des Han­no­ver­schen Künst­ler­ver­eins (HKV) ist seit län­ge­rem ohne öffent­li­chen Zugang im Nie­der­säch­si­schen Lan­des­mu­se­um Han­no­ver (NLMH) depo­niert. Es han­delt sich um eine Samm­lung von Blät­tern aus der Früh­zeit der Druck­gra­fik bis zur Mit­te des 19. Jahr­hun­derts, die als Lehr­samm­lung auf­ge­baut ist und der des­halb ein kul­tur­ge­schicht­li­cher Wert zukommt.

Die Gra­fik-Samm­lung ist Eigen­tum der Lan­des­haupt­stadt. „Soweit bekannt und nach­voll­zieh­bar, wur­de die Samm­lung Mit­te der 1960er vom HKV an die Stadt ver­kauft“, erklär­te hier­zu Kul­tur­de­zer­nen­tin Dre­ver­mann gegen­über der PIRA­TEN-Frak­ti­on. Auch lie­ge „eine aus­führ­li­che Bewer­tung des Bestan­des“ vor.

Unse­re Erkun­dun­gen zum The­ma haben kei­ne gesi­cher­te Erkennt­nis dar­über gelie­fert, inwie­weit die Samm­lung in die Eröff­nungs­bi­lanz der Lan­des­haupt­stadt ein­ge­gan­gen ist.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

  1. Wur­de die Gra­fik-Samm­lung als Teil des Ver­mö­gens der Lan­des­haupt­stadt in der Eröff­nungs­bi­lanz berück­sich­tigt? (Wenn Ja, wo genau und mit wel­chen Wer­ten? Wenn Nein, war­um nicht?)
  2. Wel­che schrift­li­chen Unter­la­gen über Datum, Kauf­preis und Kon­di­tio­nen des Erwerbs der Gra­fik-Samm­lung gibt es und was sagen die­se aus?
  3. Inwie­weit hat die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver einen voll­stän­di­gen  Über­blick über die in ihrem Besitz befind­li­chen Kunst­ge­gen­stän­de ein­schließ­lich der kor­re­spon­die­ren­den Kauf­ver­trä­ge,  Schen­kungs­ver­ein­ba­run­gen und ähn­lich eigen­tums­re­le­van­ter Unter­la­gen?

Dr. Jür­gen Jung­hä­nel (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 22. August 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 1644/​2013 F1 bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/1644–2013F1

Anfrage: Hannovers Kommunikationssicherheit in der vernetzten Welt

Vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Dis­kus­sio­nen um die Daten­spio­na­ge in Deutsch­land hat die PIRA­TEN-Frak­ti­on am 8. Juli 2013 fol­gen­de Anfra­ge zur nächs­ten Rats­ver­samm­lung am 22. August 2013 gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge    gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Han­no­vers Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­cher­heit in der ver­netz­ten Welt

Das vom US-Mili­tär­ge­heim­dienst Natio­nal Secu­ri­ty Agen­cy (NSA) initi­ier­te Spio­na­ge­pro­gramm PRISM ist ins Bewusst­sein der Öffent­lich­keit gelangt, nach­dem ein Whist­leb­lo­wer die Medi­en infor­miert hat. Der Geheim­dienst NSA sam­melt und ana­ly­siert Infor­ma­tio­nen jed­we­der elek­tro­ni­scher Kom­mu­ni­ka­ti­on, min­des­tens sol­che, die über Ser­ver US-ame­ri­ka­ni­scher Groß­un­ter­neh­men lau­fen. Auch eine Echt­zeit­über­wa­chung der Anwen­der­ak­ti­vi­tä­ten ist mög­lich.

Weni­ge Tage nach Offen­le­gung der umfang­rei­chen NSA-Über­wa­chungs­maß­nah­men im Juni 2013 ist ein wei­te­rer Über­wa­chungs­skan­dal bekannt gewor­den. Der bri­ti­sche Geheim­dienst Government Com­mu­ni­ca­ti­ons Head­quar­ters (GCHQ) soll im Rah­men eines Pro­gramms namens „Tem­po­ra“ der­zeit rund 200 Glas­fa­ser­ka­bel anzap­fen, die — über Groß­bri­tan­ni­en lau­fend — einen Groß­teil des trans­at­lan­ti­schen Daten­ver­kehrs durch­lei­ten. Dar­un­ter befin­det sich auch das aus Deutsch­land kom­men­de TAT-14-Kabel.* Wie bei PRISM wer­den dabei nicht nur Ver­bin­dungs­da­ten, son­dern auch Inhal­te gespei­chert.

Aus Deutsch­land, der wirt­schaft­lich stärks­ten Kraft in Euro­pa, sol­len zum Bei­spiel jeden Monat rund 500 Mil­lio­nen Ver­bin­dun­gen über­wacht und gespei­chert wer­den, dar­un­ter Tele­fo­na­te, E-Mails, Chat­bei­trä­ge und SMS. Die­se ver­dachts­un­ab­hän­gi­ge Über­wa­chung ermög­licht ein umfäng­li­ches Aus­spio­nie­ren der Kom­mu­ni­ka­ti­on von Pri­vat­per­so­nen wie von Unter­neh­men, von Poli­ti­kern wie von Medi­en — und auch von Behör­den.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Wie sind die elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge der Ver­wal­tung gegen unbe­rech­tig­te Zugrif­fe gesi­chert?

2. Inwie­weit wird die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver und Wirt­schafts­un­ter­neh­men geschützt, in der es z.B. um wett­be­werbs­re­le­van­te Fra­gen, Ansied­lun­gen oder Unter­neh­mens­ent­wick­lun­gen geht?

3. Bie­tet die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die Mög­lich­keit einer von Ende zu Ende ver­schlüs­sel­ten E-Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihr?

Dirk Hill­brecht (stellv. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

 

* sie­he Anla­ge bzw.  http://​upload​.wiki​me​dia​.org/​w​i​k​i​p​e​d​i​a​/​c​o​m​m​o​n​s​/​d​/​d​3​/​M​a​p​_​T​A​T​-​1​4​.​png

TAT 14

 

 

 

 

 

 

 

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 22. August 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 1541/​2013 F1 bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/1541–2013F1

Anfrage: Kreditähnliche Rechtsgeschäfte der Landeshauptstadt Hannover

Die PIRA­TEN-Frak­ti­on hat am 29. Mai 2013 fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Kre­dit­ähn­li­che Rechts­ge­schäf­te der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Die Stadt­ver­wal­tung setzt bei der Finan­zie­rung von Pro­jek­ten auch auf kre­dit­ähn­li­che Rechts­ge­schäf­te. Dazu zäh­len u.a. soge­nann­te Con­trac­ting-Ver­fah­ren und Model­le der soge­nann­ten öffent­lich-pri­va­ten Part­ner­schaft (ÖPP).

Bezüg­lich des Ein­sat­zes sol­cher Finan­zie­rungs­mo­del­le wird ger­ne ange­führt, sie sei­en ange­sichts von Über­schul­dung sowie Decke­lung der Inves­ti­ti­ons­kre­di­te durch die Kom­mu­nal­auf­sicht alter­na­tiv­los.

In der Fach­welt wer­den der­ar­ti­ge Finan­zie­rungs­mo­del­le kon­tro­vers dis­ku­tiert. Manch kre­dit­ähn­li­ches Rechts­ge­schäft, das in der Pro­jek­ti­on als ren­tier­lich und risi­ko­frei dar­ge­stellt wor­den ist, hat Kom­mu­nen spä­ter nega­ti­ve finan­zi­el­le Fol­gen gebracht — trotz soge­nann­ter unab­hän­gi­ger Gut­ach­ten und Geneh­mi­gung durch die Kom­mu­nal­auf­sicht. Auch die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver hat nicht nur posi­ti­ve Erfah­run­gen mit kre­dit­ähn­li­chen Rechts­ge­schäf­ten gemacht, wie z.B. der Fall des Mis­bur­ger Bades zeigt. Und in der Han­no­ver­schen All­ge­mei­nen Zei­tung vom 29. Mai 2013 wird im Zusam­men­hang mit der geplan­te Ret­tungs­leit­stel­le fest­ge­stellt: „Ist unterm Strich meist etwas teu­rer, erlaubt aber klam­men Kom­mu­nen trotz Über­schul­dung Groß­pro­jek­te.“

Dabei trifft der Kre­dit­er­lass des Lan­des Nie­der­sach­sen, der in sei­ner aktu­ell gül­ti­gen Fas­sung 2008 beschlos­sen wur­de,  ver­bind­li­che Rege­lun­gen zu den ver­schie­de­nen Aspek­ten der Kre­dit­wirt­schaft kom­mu­na­ler Kör­per­schaf­ten. Dort heißt es u.a.: „Wenn die Haus­halts­la­ge eine Kre­dit­fi­nan­zie­rung nicht zulässt, ist auch ein kre­dit­ähn­li­ches Rechts­ge­schäft unzu­läs­sig.“

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Ber­gen kre­dit­ähn­li­che Rechts­ge­schäf­te aus Sicht der Ver­wal­tung Risi­ken? (Wenn Ja, wel­che? Wenn Nein, war­um nicht?)

2. Wer­den kre­dit­ähn­li­che Rechts­ge­schäf­te auf das Kre­dit­vo­lu­men des Haus­halts der LHH ange­rech­net? (Wenn Ja, wo lie­gen dann die Vor­tei­le bei kre­dit­ähn­li­chen Rechts­ge­schäf­ten? Wenn Nein, wel­che kurz- und lang­fris­ti­gen Fol­gen ent­ste­hen für die Haus­halts­la­ge und die wei­te­re Haus­halts­pla­nung?)

3. Inwie­fern erfolgt eine detail­lier­te Erfas­sung und Dar­stel­lung aller Ein­zel- und Gesamt­kos­ten kre­dit­ähn­li­cher Rechts­ge­schäf­te von der Pla­nungs­pha­se über die Aus­schrei­bung bis zur Umset­zung (zum Bei­spiel im Haus­halts­plan oder andern­orts)?

Dirk Hill­brecht (stellv. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 13. Juni 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 1327/​2013 F1  bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/1327–2013F1

 

Anfrage: Pflegeheim-Plätze in Hannover

Die PIRA­TEN-Frak­ti­on hat am 6. Mai 2013 fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge  gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Pfle­ge­heim-Plät­ze in Han­no­ver

Der Senio­ren­bei­rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver hat sich in sei­ner letz­ten Dele­gier­ten­voll­ver­samm­lung am 17. April 2013 u.a. mit der Fra­ge sta­tio­nä­rer Pfle­ge­plät­ze befasst. Ein­stim­mig wur­de von der Dele­gier­ten­voll­ver­samm­lung ein „Antrag zur Ver­mei­dung wei­te­rer Pfle­ge­heim-Plät­ze“ beschlos­sen. Der Antrag hat fol­gen­den Wort­laut:

„In der Stadt Han­no­ver gibt es seit Jah­ren ein Über­an­ge­bot von Heim­plät­zen. Dar­um bit­tet der Senio­ren­bei­rat Rat und Ver­wal­tung, städ­ti­sche Grund­stü­cke nicht an Trä­ger zu ver­ge­ben, die beab­sich­ti­gen, zusätz­li­che Pfle­ge­hei­me zu bau­en. Dar­über hin­aus for­dert der Senio­ren­bei­rat Rat und Ver­wal­tung auf, alle poli­ti­schen Mög­lich­kei­ten zu nut­zen, den wei­te­ren Bau von gro­ßen Pfle­ge­hei­men zu unter­bin­den.“

Der Senio­ren­bei­rat begrün­det sei­nen Antrag wie folgt:

„Um das Ange­bot für neue Wohn­for­men zu erwei­tern, soll­te ähn­lich wie in Ham­burg und Mün­chen ein fest­zu­le­gen­der Pro­zent­satz sol­chen Pro­jek­ten ange­bo­ten wer­den. Ziel soll­te es sein, künf­tig nur noch quar­tiers­be­zo­ge­ne, klei­ne­re sta­tio­nä­re Ein­rich­tun­gen mit Bera­tung und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bo­ten und häus­li­cher Betreu­ung zu unter­stüt­zen, um dem Grund­satz ‚ambu­lant vor sta­tio­när‘ umzu­set­zen.“

Im Zusam­men­hang mit dem Beschluss der Dele­gier­ten­voll­ver­samm­lung fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Wie hat sich die Zahl der Heim­plät­ze in Han­no­ver und deren Aus­las­tung  in den letz­ten Jah­ren ent­wi­ckelt und auf wel­che Fak­to­ren führt die Ver­wal­tung die­se Ent­wick­lung zurück?

2. Inwie­weit unter­stützt die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver die Ein­rich­tung quar­tiers­be­zo­ge­ner, klei­ne­rer sta­tio­nä­rer Ein­rich­tun­gen mit Bera­tung, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bo­ten und häus­li­cher Betreu­ung?

3. Inwie­weit gab und gibt es Inter­es­sens­be­kun­dun­gen von Drit­ten, auf Grund­stü­cken in Han­no­ver neue Senio­ren­wohn­an­la­gen zu errich­ten bezie­hungs­wei­se zu betrei­ben?

Dirk Hill­brecht (stellv. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Update: Da unse­re Rats­an­fra­ge aus Zeit­grün­den nicht mehr in der Rats­ver­samm­lung am 16. Mai 2013 behan­delt wer­den konn­te, hat die Ver­wal­tung die­se jetzt schrift­lich beant­wor­tet in Drs. 1086/​2013 F1.

 

Anfrage: Finanzpolitische Instrumente von Gender Mainstreaming in der Haushaltsplanung

Die PIRA­TEN-Frak­ti­on hat am 17. April 2013 fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Finanz­po­li­ti­sche Instru­men­te von Gen­der Main­strea­ming in der Haus­halts­pla­nung

In ihrer Ant­wort auf eine Anfra­ge der Frak­ti­on BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN vom 27. Juni 2008 zu finanz­po­li­ti­schen Instru­men­ten des Gen­der Main­strea­ming (Gen­der Bud­get) im Neu­en Kom­mu­na­len Rech­nungs­we­sen (NKR) hat die Ver­wal­tung ange­kün­digt, gen­der­rele­van­te Aspek­te beim Ent­wurf der neu­en Pro­dukt-Struk­tur im NKR berück­sich­ti­gen zu wol­len. Hier­zu soll­ten bei der Defi­ni­ti­on wesent­li­cher Pro­duk­te gen­der­rele­van­te Zie­le und Kenn­zah­len gebil­det wer­den. Dabei wur­de auch – laut Drs. 1748/​2008 F1 – auf „wert­vol­le Hin­wei­se“ gesetzt, zu erwar­ten von der „im The­ma ‚Gen­der Bud­get‘ sehr ver­sier­ten Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten“. Bekann­ter­ma­ßen ist das NKR mitt­ler­wei­le in der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver ein­ge­führt.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Wur­den zwi­schen­zeit­lich gen­der­rele­van­te Zie­le und Kenn­zah­len für wesent­li­che Pro­duk­te gebil­det? (Wenn Ja, wel­che Zie­le und Kenn­zah­len sind das? Wenn Nein, war­um nicht?

2. Wur­de  die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te in die Aus­wahl und Defi­ni­ti­on wesent­li­cher Pro­duk­te und Kenn­zah­len ein­be­zo­gen? (Wenn Ja, wel­che wert­vol­len Hin­wei­se wur­den von ihr ein­ge­bracht und wel­che gen­der­rele­van­ten Fra­gen mit ihr erör­tert? Wenn Nein, war­um nicht?

3. Wel­che Vor- und/​oder Nach­tei­le, Ein­spa­run­gen und/​oder Mehr­auf­wand bringt eine kon­se­quen­te Ein­füh­rung von Gen­der Bud­ge­ting mit sich?

Dr. Jür­gen Jung­hä­nel (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 16. Mai 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 0896/​2013 F1 bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0896–2013F1

 

Anfrage: Patronatswesen in Hannover

Die PIRA­TEN-Frak­ti­on hat am 15. April fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Patro­nats­we­sen in Han­no­ver

Die Ein­rich­tung von Patro­na­ten ent­stand im Mit­tel­al­ter und bezeich­ne­te die Für­sor­ge­pflicht vor allem von Ade­li­gen für eine Kir­che. Heut­zu­ta­ge kön­nen neue Patro­na­te nicht mehr begrün­det wer­den.

Die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver übt jedoch bis heu­te kör­per­schaft­li­che Patro­na­te an Kir­chen aus — mit Patro­nats­ver­tre­tern. Die­ses auf mit­tel­al­ter­li­cher Tra­di­ti­on basie­ren­de Enga­ge­ment der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver, sei­ne kon­kre­ten Rah­men­be­din­gun­gen sowie die Aus­übungs­for­men sind weit­ge­hend unbe­kannt.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Wel­che Patro­na­te wer­den aktu­ell von wel­chen Per­so­nen seit wel­chem Datum für die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver in wel­cher Form wahr­ge­nom­men und wem berich­ten die Patro­nats­ver­tre­ter?

2. Wel­che Pflich­ten und/​oder Rech­te, Kos­ten und/​oder Ein­nah­men sind für die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver mit den Patro­na­ten ver­bun­den?

3. Hält die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver die Auf­recht­erhal­tung der Patro­na­te für zeit­ge­mäß? (Wenn Ja, war­um? Wenn Nein, war­um nicht?)

Dr. Jür­gen Jung­hä­nel (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Die Stadt­ver­wal­tung hat die Anfra­ge in der Rats­ver­samm­lung am 16. Mai 2013 beant­wor­tet. Nach­zu­le­sen ist das Gan­ze in Drs. 0863/​2013 F1 bzw. unter fol­gen­dem Link:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0863–2013F1

Anfrage: Auswirkungen der Änderungen des Telekommunikationsgesetzes und der Bestandsdatenauskunft auf Bürger und Stadt Hannover

Am 15. April 2013 hat die PIRA­TEN-Frak­ti­on fol­gen­de Anfra­ge gestellt:

„In die Rats­ver­samm­lung

Anfra­ge gemäß § 14 der GO des Rates der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver

Aus­wir­kun­gen der Ände­run­gen des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes

und der Bestands­da­ten­aus­kunft auf Bür­ger und Stadt Han­no­ver

Mit den Stim­men von CDU/​CSU, FDP und SPD gegen die Stim­men der Frak­tio­nen BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN und DIE LINKE. hat der Deut­sche Bun­des­tag am 21. März 2013 ein Gesetz zur Ände­rung des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes und zur Neu­re­ge­lung der Bestands­da­ten­aus­kunft beschlos­sen. In Kraft tre­ten kann die­ses Gesetz erst nach Zustim­mung des Bun­des­ra­tes, der vor­aus­sicht­lich Anfang Mai 2013 dar­über ent­schei­den wird. Die seit 2004 gel­ten­den gesetz­li­chen Rege­lun­gen wur­den vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt par­ti­ell mit Wir­kung zum 30. Juni 2013 außer Kraft gesetzt. Das Gericht hat Tei­le des Geset­zes für ver­fas­sungs­wid­rig erklärt.

Die nun von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­schla­ge­nen Neu­re­ge­lun­gen gehen aller­dings über die bis­he­ri­ge Rechts­la­ge hin­aus und sol­len staat­li­chen Diens­ten und Behör­den (ins­be­son­de­re Geheim­diens­te, Poli­zei, Bun­des­kri­mi­nal­amt und Zoll) einen weit­rei­chen­den Zugriff auf Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten erlau­ben. Künf­tig sol­len Ermitt­lungs­be­hör­den die Inha­ber von Tele­fon­num­mern und IP-Adres­sen voll­au­to­ma­ti­siert iden­ti­fi­zie­ren kön­nen – ganz ohne Rich­ter­vor­be­halt.

IP-Adres­sen sind welt­weit ein­deu­ti­ge Num­mern, die jedem End­ge­rät mit Ver­bin­dung zum Inter­net zuge­ord­net wer­den und mit denen Anschlus­s­in­ha­ber iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen. Die Num­mer ist meist nicht sta­tisch, son­dern wird einem Com­pu­ter oder ande­ren mobi­len End­ge­rä­ten bei der Ver­bin­dung zum Inter­net wech­selnd zuge­wie­sen. In die­sem Fall spricht man von dyna­mi­schen IP-Adres­sen, die sich z.B. alle 24 Stun­den ändern kön­nen. Auch die dyna­mi­schen IP-Adres­sen sol­len nun zu Bestands­da­ten erklärt wer­den, deren Wei­ter­ga­be an Ermitt­lungs­be­hör­den kei­ner Kon­trol­le durch einen rich­ter­li­chen Beschluss unter­liegt.

Ein Rich­ter­vor­be­halt soll nur noch für die Her­aus­ga­be von Zugangs­si­cher­heits­codes not­wen­dig sein, also für Pass­wör­ter, PINs und PUKs. Auch hier gibt es Aus­nah­men: für Geheim­diens­te, soge­nann­te Eil­fäl­le und Beschlag­nah­mun­gen. Zur Über­mitt­lung der Daten soll eine elek­tro­ni­sche Schnitt­stel­le ein­ge­rich­tet wer­den, über die der Aus­tausch mit den Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern erfolgt. Die Nut­zung der Daten soll auch bei klei­ne­ren Ver­ge­hen wie einer Ord­nungs­wid­rig­keit mög­lich wer­den.

Eine detail­lier­te Rege­lung zur Ver­wen­dung der Daten fehlt im Geset­zes­text eben­so wie ein defi­nier­ter Zeit­raum, in dem Betrof­fe­ne über den Zugriff auf ihre Daten infor­miert wer­den müs­sen.

Auch wird die Geset­zes­än­de­rung auf Bun­des­ebe­ne lan­des­ge­setz­li­che Ände­run­gen nach sich zie­hen.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Ver­wal­tung:

1. Wel­che kon­kre­ten oder poten­ti­el­len Aus­wir­kun­gen wird die Geset­zes­än­de­rung bei Inkraft­tre­ten auf Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver haben?

2. Inwie­weit kann und wird die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver ver­su­chen, im Inter­es­se ihrer Bür­ger und Bür­ge­rin­nen auf die anste­hen­den Ände­run­gen des Nie­der­säch­si­schen Poli­zei- und Ver­fas­sungs­schutz­ge­setz Ein­fluss zu neh­men?

3. Wer­den sich bei Inkraft­tre­ten der Geset­zes­än­de­rung die Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Arbeits­pro­zes­se in der Zusam­men­ar­beit der Ver­wal­tung mit Ermitt­lungs­be­hör­den — z.B. bei Ord­nungs­wid­rig­kei­ten — ändern? (Wenn Ja: Wel­che Arbeits­ab­läu­fe müs­sen wie neu gere­gelt wer­den? Wenn Nein: War­um nicht?)

Dirk Hill­brecht (stellv. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der)”

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Update: Da unse­re Rats­an­frage aus Zeit­grün­den nicht mehr in der Rats­ver­samm­lung am 25. April 2013 behan­delt wer­den konn­te, hat die Ver­wal­tung die­se jetzt schrift­lich beant­wor­tet in Drs. 0870/​2013 F1.