PIRATEN-Fraktion: Straßenerneuerungs-Sonderprogramm um 23,75 Mio. Euro kürzen!

M E D I E N I N F O R M A T I O N

Eine Hal­bie­rung des Finanz­vo­lu­mens für das soge­nann­te „Son­der­pro­gramm für Stra­ßen­er­neue­rung“ for­dert die PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver.

Mit einem Ände­rungs­an­trag zum Haus­halts­plan­ent­wurf 2014, der jetzt im Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss ein­ge­bracht wor­den ist, soll das Finanz­vo­lu­men der umstrit­te­nen Maß­nah­me von 47,5 Mil­lio­nen Euro auf 23,75 Mil­lio­nen Euro redu­ziert wer­den.

„Das Wahl­kampf­ge­schenk des Ober­bür­ger­meis­ters stößt in den Stadt­be­zirks­rä­ten und bei den betrof­fe­nen Bür­gern auf gro­ßen Wider­stand“, betont Dirk Hill­brecht, bau­po­li­ti­scher Spre­cher der PIRA­TEN-Frak­ti­on. „Eine Umset­zung, wie sie die Ver­wal­tung unter Lei­tung von Ste­fan Schos­tok vor­schlägt, ist in die­ser Form frag­wür­dig und frag­lich zugleich. Hier sol­len durch den Haus­halt 2014 bereits Fak­ten zu einer Inves­ti­ti­ons­maß­nah­me geschaf­fen wer­den, deren Umset­zung von den zustän­di­gen Gre­mi­en noch gar nicht abschlie­ßend bera­ten wur­de.“

Eine Kür­zung der vor­ge­se­he­nen Mit­tel um zunächst 50 Pro­zent sei ange­mes­sen. Die dann frei wer­den­den Mit­tel könn­ten jetzt ander­wei­tig sinn­voll ein­ge­setzt wer­den, so Hill­brecht.

Sie­he auch Ände­rungs­an­trag der PIRA­TEN-Frak­ti­on zur Sanie­rung und Instand­hal­tung städ­ti­scher Gebäu­de im Aus­schuss für Arbeits­markt-, Wirt­schafts- und Lie­gen­schafts­an­ge­le­gen­hei­ten zum Haus­halts­plan­ent­wurf 2014.

 

Mandatswechsel bei PIRATEN-Fraktion: Daniel Pyttlik (28) folgt auf Dr. Jürgen Junghänel (68)

Die PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver steht vor per­so­nel­len Ver­än­de­run­gen: Dani­el Pytt­lik, 28-jäh­ri­ger Maschi­nen­bau-Stu­dent an der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver, soll in der nächs­ten Rats­ver­samm­lung als neu­es Rats­mit­glied ver­pflich­tet wer­den. Er folgt auf Dr. Jür­gen Jung­hä­nel, der Anfang Febru­ar 2014 sei­nen Man­dats­ver­zicht ange­kün­digt hat.

Dem künf­ti­gen Rats­herrn ist wich­tig, dass die Poli­tik den Men­schen und die Gesell­schaft in den Mit­tel­punkt stellt: „Das bedeu­tet für mich vor allem, an künf­ti­ge Genera­tio­nen zu den­ken und somit nach­hal­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Des­we­gen hal­te ich umwelt­schüt­zen­de Maß­nah­men eben­so für erfor­der­lich wie einen frei­en Zugang zur Bil­dung für alle.“ Dani­el Pytt­lik, ein über­zeug­ter Rad­fah­rer, hält sich mit Jog­gen und Schwim­men fit. Gesund­heit ist für ihn eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für ein erfüll­tes Leben. „Jedem Men­schen muss von Anfang an die Chan­ce gege­ben wer­den, die Gesund­heit zu erhal­ten und zu för­dern. Daher bin ich zum Bei­spiel ent­schie­den dafür, die Bäder in Han­no­ver durch Sanie­run­gen und Inves­ti­tio­nen ent­spre­chend dem Bedarf auf einen guten Stan­dard zu brin­gen und zu hal­ten“, so Pytt­lik.

Dirk Hill­brecht, zur­zeit stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der PIRA­TEN-Frak­ti­on, erklärt: „Ich bedaue­re den für mich  über­ra­schen­den Rück­tritt mei­nes bis­he­ri­gen Frak­ti­ons­kol­le­gen Jür­gen Jung­hä­nel und dan­ke ihm aus­drück­lich für sein bis­he­ri­ges Enga­ge­ment in Frak­ti­on und Rat.“ Zugleich blickt der 41-jäh­ri­ge Soft­ware-Ent­wick­ler opti­mis­tisch in die Zukunft: „Ich freue mich dar­auf, die inhalt­li­che Frak­ti­ons­ar­beit nun mit Dani­el Pytt­lik, einem jun­gen, enga­gier­ten und hoch moti­vier­ten Nach­rü­cker, fort­set­zen zu kön­nen.“

Der bis­he­ri­ge Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Dr. Jür­gen Jung­hä­nel wird sein Man­dat zum 28. Febru­ar 2014 nie­der­le­gen. „Die­se Ent­schei­dung ist mir wirk­lich nicht leicht gefal­len und sie hat, wie oft im Leben, meh­re­re Grün­de. Ich bit­te um Akzep­tanz für die­sen Schritt und um Ver­ständ­nis dafür, dass ich über die Grün­de für die­se per­sön­li­che Ent­schei­dung nichts wei­ter sagen wer­de“, erklärt der 68-Jäh­ri­ge. Und wei­ter: „Mein Nach­fol­ger wird mit der län­ge­ren Hälf­te der Wahl­pe­ri­ode noch genug Zeit zur Ein­ar­bei­tung und Tätig­keit in den Rats­gre­mi­en haben, wobei ich gern mit Rat zur Sei­te ste­hen wür­de.“

(v.l.): Dirk Hillbrecht (41) freut sich auf die Zusammenarbeit mit Daniel Pyttlik (28). Foto: Hendrik de Boer

(v.l.): Dirk Hill­brecht (41) freut sich auf die Zusam­men­ar­beit mit Dani­el Pytt­lik (28).
Foto: Hen­drik de Boer

 

 

 

 

 

Öffentliche Anhörung: „Bürgerhaushalte in Kommunen” am 11. September 2013, 15 Uhr, im Rathaus Hannover

Auf Antrag der PIRA­TEN-Frak­ti­on fin­det im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver eine

öffent­li­che Anhö­rung

„Bür­ger­haus­hal­te in Kom­mu­nen – Erfol­ge, Chan­cen, Risi­ken“

 am Mitt­woch, 11. Sep­tem­ber 2013, um 15 Uhr

im Rat­haus, Hod­ler­saal, Tramm­platz 2, 30159 Han­no­ver

statt.

Als Anzu­hö­ren­de wer­den erschei­nen:

- Hen­drik­je Klein, Diplom-Ver­wal­tungs­wir­tin aus dem Bezirk Ber­lin- Lich­ten­berg

- Dr. Oli­ver Mär­ker, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Bera­tungs­fir­ma Zebra­log Bonn/​Berlin

- Man­fred Ropertz, stell­ver­tre­ten­der Käm­me­rei­lei­ter der Stadt Köln

Etli­che Kom­mu­nen in Deutsch­land wie im Aus­land nut­zen das Instru­ment der Bür­ger­haus­hal­te. Die­se wer­den viel­fach als wich­ti­ger Bau­stein einer par­ti­zi­pa­ti­ven Demo­kra­tie ange­se­hen. Die ein­ge­la­de­nen Exper­ten sol­len ihre Pra­xis-Erfah­run­gen mit Bür­ger­haus­hal­ten dar­stel­len.

Ziel der Anhö­rung ist es, sich mit posi­ti­ven wie nega­ti­ven Aspek­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen und eine Dis­kus­si­ons­grund­la­ge für die mög­li­che Ein­füh­rung eines Bür­ger­haus­hal­tes in der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver zu schaf­fen.

Inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind ein­ge­la­den, als Gäs­te an der Anhö­rung teil­zu­neh­men.

PIRATEN zur Diskussion um Straßenumbenennungen in Hannover

M E D I E N I N F O R M A T I O N

Rats­frak­ti­on kri­ti­siert unde­mo­kra­ti­schen Allein­gang der Kul­tur­de­zer­nen­tin und for­dert die sofor­ti­ge Ein­be­zie­hung der gesetz­lich zustän­di­gen Bezirks­rä­te und Fach­aus­schüs­se des Rates

Gro­ße Irri­ta­ti­on bei der PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver über die Kul­tur­de­zer­nen­tin: Mar­lis Dre­ver­mann hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag (6.09.2013) im Allein­gang der Öffent­lich­keit ein Pro­jekt „Wis­sen­schaft­li­che Betrach­tung von namens­ge­ben­den Per­sön­lich­kei­ten“ vor­ge­stellt. Dabei geht es um die his­to­ri­sche Ein­ord­nung der Bio­gra­phi­en von Per­so­nen aus der NS-Zeit, nach denen Stra­ßen, Schu­len und kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen benannt sind.

Die pri­mär für Stra­ßen­um­be­nen­nun­gen zustän­di­gen poli­ti­schen Gre­mi­en wur­den nicht über das Kon­zept­pa­pier infor­miert. Den Pla­nun­gen zufol­ge sol­len eine Pro­jekt­grup­pe der Ver­wal­tung und ein beru­fe­ner Bei­rat unter Vor­sitz von Frau Dre­ver­mann unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit wir­ken. Ein­zi­ge Schnitt­stel­le zur Poli­tik soll gemäß Ver­wal­tungs­pa­pier die nicht-öffent­lich tagen­de Geschäfts­ord­nungs­kom­mis­si­on (GOK) sein. „Es ist unde­mo­kra­tisch, wenn ein nicht zustän­di­ges Gre­mi­um dar­über ent­schei­det, inwie­weit Mit­glie­der der Stadt­be­zirks­rä­te ein­be­zo­gen wer­den“, kri­ti­siert Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Dr. Jür­gen Jung­hä­nel.

Laut Nie­der­säch­si­schem Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­ge­setz (§ 93) liegt die Zustän­dig­keit für Benen­nun­gen von Stra­ßen, Wegen und Plät­zen bei den Stadt­be­zirks­rä­ten bzw. beim Rat, wenn meh­re­re Stadt­be­zir­ke betrof­fen sind. Der Rat ist auch für Ehren­bür­ger und Ehren­grä­ber zustän­dig, eben­so für kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen. „Des­we­gen ist voll­kom­men unzu­rei­chend, dass Frau Dre­ver­mann ihre Pla­nun­gen nur dem ver­trau­lich tagen­den Ver­wal­tungs­aus­schuss zur Abstim­mung vor­le­gen will. Wir for­dern ein trans­pa­ren­tes Pro­jekt­ver­fah­ren, das die Bezirks­rä­te sowie die zustän­di­gen Fach­aus­schüs­se von vorn­her­ein ein­be­zieht“, erklärt Dr. Jung­hä­nel.

Außer­dem soll­te die Ver­wal­tung nach Ansicht der PIRA­TEN-Frak­ti­on nicht ein­sei­tig – wie der­zeit vor­ge­se­hen – die Zusam­men­set­zung des Bei­ra­tes fest­le­gen. Viel­mehr soll­ten die Bei­rats­mit­glie­der unter Ein­be­zie­hung der demo­kra­tisch legi­ti­mier­ten Rats­mit­glie­der aus­ge­wählt wer­den. „Wir plä­die­ren für eine Erwei­te­rung des Bei­ra­tes, bei­spiels­wei­se um Ver­tre­ter von Sin­ti und Roma, von Les­ben und Schwu­len, von Zwangs­ar­bei­tern und Opfer­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie aus Part­ner­städ­ten. Außer­dem hal­ten wir zusätz­lich eine Über­prü­fung von Namens­ge­bern aus Zei­ten vor der Nazi-Dik­ta­tur für erfor­der­lich“, sagt der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de. Und wei­ter: „Neben der not­wen­di­gen Fach­dis­kus­si­on brau­chen wir eine brei­te öffent­li­che Debat­te in der gesam­ten han­no­ver­schen Stadt­ge­sell­schaft.“

(ver­öf­fent­licht am 8. Sep­tem­ber 2013)

 

22./23. Juni 2013: PIRATEN ankern mit der „Orange Pearl” vor dem Rathaus in Hannover /​ Offene Sprechstunde der Ratsmitglieder am Sonntag

Am Fei­er­wo­chen­en­de zum 100. Geburts­tag des Rat­hau­ses (22./23. Juni 2013) prä­sen­tiert die han­no­ver­sche PIRA­TEN-Frak­ti­on sich mit einem ech­ten Segel­boot: Am Sams­tag­vor­mit­tag legt die „Oran­ge Pearl“ für zwei Tage direkt am Neu­en Rat­haus an. Dort infor­mie­ren die Rats­mit­glie­der Dr. Jür­gen Jung­hä­nel und Dirk Hill­brecht in per­sön­li­chen Gesprä­chen und mit Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al über ihr ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment für Han­no­ver. Außer­dem sind PIRATEN aus den han­no­ver­schen Stadt­be­zir­ken dabei. Vor Ort wer­den natür­lich wie­der die belieb­ten Bal­lon­tie­re gebas­telt.

Auch einen Tag spä­ter beim „Fest der Kul­tu­ren” zeigt die PIRA­TEN-Frak­ti­on Flag­ge, zum Bei­spiel mit einer

 

 Offe­nen Sprech­stun­de

mit Dr. Jür­gen Jung­hä­nel und Dirk Hill­brecht

am Sonn­tag, 23. Juni 2013, ab 12 Uhr

vor dem PIRA­TEN-Schiff „Oran­ge Pearl“

am Neu­en Rat­haus, Tramm­platz 2, 30159 Han­no­ver.

 

Wir freu­en uns auf ein fest­li­ches Wochen­en­de bei schö­nem Wet­ter. Alle sind herz­lich will­kom­men!

PIRATEN-Fraktion zu Bestandsdatenauskunft: „Geplante Gesetzesänderungen gefährden Grundrechte!”

M E D I E N I N F O R M A T I O N

ANFRAGE AN DIE VERWALTUNG

Wel­che Aus­wir­kun­gen haben die vor­ge­se­he­nen Ände­run­gen des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes und der Bestands­da­ten­aus­kunft auf Bür­ger und Stadt Han­no­ver? Das möch­te die PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver von der Ver­wal­tung wis­sen. Dazu hat sie eine aktu­el­le Anfra­ge (Drs. 0870/​2013) zur nächs­ten Rats­ver­samm­lung am 25. April 2013 gestellt.

 

Zum Hin­ter­grund:

Der Deut­sche Bun­des­tag hat mit einer Mehr­heit von CDU/​CSU, FDP und SPD am 21. März 2013 eine Novel­le zum Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz und zur Neu­re­ge­lung der Bestands­da­ten­aus­kunft durch­ge­setzt.

Die von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­schla­ge­nen Neu­re­ge­lun­gen gehen über die bis­he­ri­ge Rechts­la­ge hin­aus und sol­len staat­li­chen Diens­ten und Behör­den (ins­be­son­de­re Geheim­diens­te, Poli­zei, Bun­des­kri­mi­nal­amt und Zoll) einen weit­rei­chen­den Zugriff auf Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten erlau­ben.

Ein Rich­ter­vor­be­halt soll nur noch für die Her­aus­ga­be von Zugangs­si­cher­heits­codes not­wen­dig sein, also für Pass­wör­ter, PINs und PUKs. Auch hier gibt es Aus­nah­men: für Geheim­diens­te, soge­nann­te Eil­fäl­le und Beschlag­nah­mun­gen.

Dirk Hill­brecht, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver,  sieht Grund­rech­te gefähr­det: „Es ist nicht hin­nehm­bar, dass zum Bei­spiel IP-Adres­sen von Bür­gern ohne Rich­ter­vor­be­halt Namen zuge­ord­net wer­den dür­fen. Als Anlass reicht bereits eine Ord­nungs­wid­rig­keit. IP-Adres­sen sind schließ­lich unse­re stän­di­gen Beglei­ter im Netz. Unkon­trol­lier­tes Abfra­gen gefähr­det die infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung. Außer­dem öff­net die Ein­rich­tung von elek­tro­ni­schen Schnitt­stel­len für Abfra­gen zu Zugangs­da­ten und IP-Adres­sen bei den Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern Tür und Tor für Miss­brauch.“

In Kraft tre­ten kann das Ände­rungs­ge­setz erst nach Zustim­mung des Bun­des­ra­tes, der vor­aus­sicht­lich am 3. Mai 2013 über den Geset­zes­be­schluss des Bun­des­ta­ges ent­schei­den wird. Tei­le der bis­her gel­ten­den gesetz­li­chen Rege­lun­gen sind vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mit Wir­kung zum 30. Juni 2013 außer Kraft gesetzt wor­den; das Gericht hat sie für ver­fas­sungs­wid­rig erklärt.

„Unse­re Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft braucht einen star­ken Daten­schutz und kei­ne wei­te­ren elek­tro­ni­schen Schnitt­stel­len, die dem Staat noch mehr Ein­grif­fe in die Pri­vat­sphä­re sei­ner Bür­ger erlaubt”, so Rats­herr Hill­brecht.

 

PIRATEN-Fraktion: „Affront von SPD und Grünen gegen Stadtteil Linden” — Kein Geld für Treffpunkt Allerweg im Haushalt 2013

 

M E D I E N I N F O R M A T I O N

Affront von SPD und Grü­nen gegen den Stadt­teil Lin­den: Die Mehr­heit des han­no­ver­schen Stadt­rats sieht kei­ne Not­wen­dig­keit, die Pro­ble­me rund um den Treff­punkt Aller­weg in Lin­den-Süd end­lich anzu­pa­cken. In der Haus­halts­sit­zung am 21. Febru­ar 2013 wur­de ein Antrag der PIRA­TEN-Frak­ti­on abge­lehnt, noch im lau­fen­den Jahr Gel­der zur Umset­zung eines neu­en Nut­zungs- und Sanie­rungs­kon­zep­tes bereit­zu­stel­len.

Zuvor war ein ein­stim­mig vom Bezirks­rat Lin­den-Lim­mer beschlos­se­ner Antrag zur bedarfs­ge­rech­ten Fort­ent­wick­lung des Treff­punk­tes Aller­weg im Jugend­hil­fe­aus­schuss geschei­tert. Wegen der drän­gen­den Pro­ble­me setz­te die PIRA­TEN-Frak­ti­on das Anlie­gen des Bezirks­ra­tes im Rah­men der Haus­halts­be­ra­tun­gen erneut auf die Tages­ord­nung.

„Seit vier Jah­ren kämpft der Bezirks­rat für eine Lösung beim Treff­punkt Aller­weg und wird immer wie­der aufs Neue ver­trös­tet”, kri­ti­siert PIRA­TEN-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Dr. Jür­gen Jung­hä­nel. „Wie lan­ge soll die­se Ver­zö­ge­rungs­tak­tik von SPD und Grü­nen denn noch wei­ter­ge­hen?” frag­te der Rats­herr, zugleich bera­ten­des Mit­glied im Stadt­be­zirks­rat.

Äußerst unzu­frie­den ist auch Bezirks-PIRAT Andis Rava: „Die Ver­wal­tung hat in ihrem Stadt­teil­kon­zept für die Kin­der- und Jugend­ar­beit beson­de­ren Hand­lungs­be­darf für Lin­den-Süd fest­ge­stellt. Auf­grund der sich immer wei­ter zuspit­zen­den Situa­ti­on habe ich kei­ner­lei Ver­ständ­nis dafür, dass SPD und Grü­ne im Stadt­rat gegen den Beschluss ihrer eige­nen Bezirks­rats­po­li­ti­ker stim­men”, so der Mit­in­itia­tor einer kürz­lich durch­ge­führ­ten Anhö­rung zum The­ma im Stadt­be­zirks­rat. Sei­ne Pro­gno­se: „Zwar tau­chen die Kos­ten für die Sanie­rung nun nicht im Haus­halt 2013 auf, aber Han­no­vers Bür­ger wer­den die Fol­ge­kos­ten für eine schlecht finan­zier­te Kin­der- und Jugend­ar­beit mit Sicher­heit spä­ter zu tra­gen haben.”

(ver­öf­fent­licht am 22. Febru­ar 2013)

PIRATEN-Fraktion: De-Haën-Platz ins Stadtplatzprogramm der Landeshauptstadt Hannover aufnehmen!

M E D I E N I N F O R M A T I O N

 

PIRA­TEN-Antrag zum Haus­halt 2013:

De-Haën-Platz in Han­no­vers Stadt­platz­pro­gramm auf­neh­men!

Der De-Haën-Platz soll Teil des Stadt­platz­pro­gramms „Han­no­ver schafft Platz“ wer­den. Die­se For­de­rung erhebt die PIRA­TEN-Rats­frak­ti­on mit einem Antrag * zur aktu­el­len Haus­halts­plan­be­ra­tung 2013. „Unser Ziel ist, dass der De-Haën-Platz nach der Alt­las­ten-Sanie­rung ein­la­dend und bedarfs­ge­recht gestal­tet wird“, erklärt Rats­herr Dirk Hill­brecht aus dem Stadt­teil List.

Die PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver greift mit ihrer Initia­ti­ve einen Antrag aus dem Stadt­be­zirks­rat Vah­ren­wald-List auf (vgl. Drs. 15–2897/2012, Anla­ge 11). Dort ein­stim­mig beschlos­sen, soll­te der Antrag bei der Haus­halts­sit­zung des Rates am kom­men­den Don­ners­tag (21.02.2013) unbe­ach­tet unter den Tisch gekehrt wer­den.

„Mit unse­rem Antrag wol­len wir ver­hin­dern, dass der Wil­le des Bezirks­rats sang- und klang­los unter­geht“, erklärt Frak­ti­ons-Vize Dirk Hill­brecht, gleich­zei­tig bera­ten­des Mit­glied im Bezirks­rat Vah­ren­wald-List.

Rei­ner Bud­nick, Bezirkspi­rat im Stadt­be­zirk Vah­ren­wald-List, ergänzt: „Mir liegt nach der Besei­ti­gung der Alt­las­ten auf dem ehe­ma­li­gen Fabrik­ge­län­de beson­ders die Lebens­qua­li­tät im Stadt­be­zirk am Her­zen. Durch die Alt­las­ten­sa­nie­rung wur­de und wird Anlie­gern und Bewoh­nern viel zuge­mu­tet. Ein ein­la­dend gestal­te­ter Stadt­platz wäre ein posi­ti­ves Zei­chen für einen alt­las­ten­frei­en Neu­be­ginn des Wohn­quar­tiers.“

(ver­öf­fent­licht am 19. Febru­ar 2013)

* Der Antrag im Wort­laut: 2013-02-14, HH-Ände­rungs­an­trag — STBZR 02, Auf­nah­me in das Stadt­platz­pro­gramm ‚De-Haën-Platz ‚-final

PIRATEN-Fraktion fordert für Hannover: „Informationsfreiheitsatzung jetzt — Transparenz sofort!” Kritik an GRÜNEN und SPD

M E D I E N I N F O R M A T I O N

„Infor­ma­ti­ons­frei­heit jetzt — Trans­pa­renz sofort!“

PIRATEN for­dern umge­hen­de Umset­zung in Han­no­ver /​ Kri­tik an GRÜNEN und SPD

„Infor­ma­ti­ons­frei­heit jetzt — Trans­pa­renz sofort!“ So lau­tet die For­de­rung der PIRA­TEN-Frak­ti­on im Rat der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver. Zur umge­hen­den Umset­zung hat die Frak­ti­on heu­te (8. Febru­ar 2013) den Ent­wurf für eine kom­mu­na­le Infor­ma­ti­ons­frei­heits­sat­zung vor­ge­legt. Dar­in wird der  Zugang zu Infor­ma­tio­nen des eige­nen Wir­kungs­krei­ses der Lan­des­haupt­stadt gere­gelt. Dies betrifft nahe­zu alle Berei­che des städ­ti­schen Han­delns — die Arbeit der Bür­ger­äm­ter eben­so wie die Haus­halts­pla­nung, die Feu­er­wehr genau­so wie die Stadt­ent­wäs­se­rung, den Sozi­al­be­reich wie den der Kul­tur.

„Wir wol­len han­nö­ver­sche Akten und Daten für jeden öff­nen, denn der freie Zugang zu Ori­gi­nal­quel­len ist für die eige­ne Mei­nungs­bil­dung in einer offe­nen Bür­ger­ge­sell­schaft zwin­gend not­wen­dig“, sagt Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Dr. Jür­gen Jung­hä­nel.

„Trans­pa­renz ist ein wich­ti­ges Mit­ge­stal­tungs- und Kon­troll­in­stru­ment in unse­rer Demo­kra­tie. Dazu gehört auch Infor­ma­ti­ons­frei­heit, wel­che die effek­ti­ve Wahr­neh­mung von Bür­ger­rech­ten ver­ein­facht und das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zur öffent­li­chen Ver­wal­tung för­dert“, so eine Kern­aus­sa­ge in der Begrün­dung des Antra­ges.

Bereits im August 2012 hat­te die PIRA­TEN-Frak­ti­on einen Antrag ein­ge­reicht, der die Ver­wal­tung mit der Erar­bei­tung einer Infor­ma­ti­ons­frei­heits­sat­zung beauf­tra­gen soll­te. Die­sen Antrag hat der Rat am 31. Janu­ar 2013 abge­lehnt — unter maß­geb­li­cher Mit­wir­kung von SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN.

„Das Abstim­mungs­ver­hal­ten ins­be­son­de­re der Grü­nen ist nicht nach­voll­zieh­bar, denn die Par­tei hat vor und nach den Kom­mu­nal­wah­len 2011 auf höchs­ter Lan­des­ebe­ne zwei Pro­gramm-Beschlüs­se zur Ein­füh­rung kom­mu­na­ler Infor­ma­ti­ons­frei­heits­sat­zun­gen gefasst“, sagt Frak­ti­ons­vi­ze Dirk Hill­brecht. [1] „In Han­no­ver war­ten die­se Beschlüs­se bis heu­te auf Umset­zung. Hier kön­nen die Grü­nen immer noch ihr Wahl­ver­spre­chen ein­lö­sen und damit bewei­sen, dass ihre Par­tei­be­schlüs­se mehr sind als wahl­kampf­ge­schwän­ger­tes Wort­ge­klin­gel.“

In  ande­ren Städ­ten Nie­der­sach­sens ist sach­ori­en­tier­te kom­mu­nal­po­li­ti­sche Koope­ra­ti­on offen­sicht­lich weni­ger pro­ble­ma­tisch. Vie­ler­orts bestehen schon ent­spre­chen­de Sat­zun­gen. In Braun­schweig bei­spiels­wei­se haben die dor­ti­gen Rats-Pira­ten 2012 gemein­sam mit Man­dats­trä­gern von SPD, Grü­nen und ande­ren Par­tei­en eine kom­mu­na­le Infor­ma­ti­ons­frei­heits­sat­zung beschlos­sen. „Auch unse­re direk­te Nach­bar­stadt Lan­gen­ha­gen ist dank einer dor­ti­gen SPD-Initia­ti­ve wei­ter als Han­no­ver. In der Lan­des­haupt­stadt macht das Fest­hal­ten an alten  Struk­tu­ren sach­ori­en­tier­te Arbeit fast unmög­lich“, so Rats­herr Dirk Hill­brecht. „Das erle­ben wir hier in nahe­zu allen Berei­chen. Die Alt-Par­tei­en kön­nen gute  Ide­en und Initia­ti­ven neu­er Par­tei­en nicht akzep­tie­ren. Das muss sich ändern, damit Poli­tik tat­säch­lich für die Men­schen gestal­tet wird und nicht nur aus der Macht eige­ner Mehr­heit.“

(ver­öf­fent­licht am 8. Febru­ar 2013)

——————————————————————————————————-

[1] LDK am 5./6. Febru­ar 2011 – “Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Erklä­rung” (s.S.13):  http://​www​.grue​ne​-nie​der​sach​sen​.de/​p​a​r​t​e​i​/​p​a​r​t​e​i​t​a​g​e​/​l​d​k​-​h​a​n​n​o​v​e​r​/​b​e​s​c​h​l​u​e​s​s​e​.​h​tml
LDK am 19./20. Novem­ber 2011 – “Für eine klu­ge Netz- und Medi­en­po­li­tik für Nie­der­sach­sen” (s.S. 2): http://​www​.grue​ne​-nie​der​sach​sen​.de/​p​a​r​t​e​i​/​p​a​r​t​e​i​t​a​g​e​/​l​d​k​-​v​e​r​d​e​n​/​b​e​s​c​h​l​u​e​s​s​e​.​h​tml

 

 

PIRATEN-Fraktion: „Oberbürgermeister missachtet demokratische Grundregeln” — Kritik an Informationspolitik zu Herrenhausen

M E D I E N I N F O R M A T I O N

„Amtie­ren­der Ober­bür­ger­meis­ter miss­ach­tet demo­kra­ti­sche Grund­re­geln“

PIRA­TEN-Frak­ti­on kri­ti­siert han­no­ver­sche Infor­ma­ti­ons­po­li­tik zu Her­ren­hau­sen

„Der amtie­ren­de Ober­bür­ger­meis­ter und die Kul­tur­de­zer­nen­tin der Stadt Han­no­ver miss­ach­ten demo­kra­ti­sche Grund­re­geln.“ Mit die­sen Wor­ten kri­ti­siert Rats­herr Dirk Hill­brecht, kul­tur­po­li­ti­scher Spre­cher der PIRA­TEN-Frak­ti­on, die Infor­ma­ti­ons­po­li­tik der Ver­wal­tungs­spit­ze in Sachen „Her­ren­häu­ser Gär­ten“. Noch vor dem fach­lich zustän­di­gen Kul­tur­aus­schuss haben der Ers­te Stadt­rat Hans Mön­ning­hoff und Kul­tur­de­zer­nen­tin Mar­lis Dre­ver­mann heu­te (25.01.2013) Details ihrer Pla­nun­gen zum Kon­zept für die Her­ren­häu­ser Gär­ten in einem Pres­se­ge­spräch aus­führ­lich erör­tert. Demo­kra­tisch gewähl­te Frak­ti­ons­ver­tre­ter waren nicht ein­ge­la­den.

In der amt­li­chen Ein­la­dung vom 16. Janu­ar 2013 zur heu­ti­gen Sit­zung des Kul­tur­aus­schus­ses wur­de die Nach­rei­chung einer Druck­sa­che „Kon­zept zur Wei­ter­ent­wick­lung der Kunst­Fest­Spie­le“ ange­kün­digt. „Seit­dem war­ten wir Rats­mit­glie­der auf die­ses Kon­zept, um uns auf die Erör­te­rung im Kul­tur­aus­schuss vor­zu­be­rei­ten. Es ist mehr als schlech­ter Stil, wenn Medi­en­ver­tre­ter bereits vor der Sit­zung des Kul­tur­aus­schus­ses aus­führ­lich infor­miert wer­den, wäh­rend wir die Druck­sa­che zur glei­chen Stun­de weder schrift­lich noch digi­tal ein­se­hen kön­nen“, sagt der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Hill­brecht.

Gemäß § 85 des Nie­der­säch­si­schen Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­ge­set­zes hat der Ober­bür­ger­meis­ter zuvor­derst die Pflicht, die Rats­ver­tre­ter zeit­nah und voll­stän­dig zu infor­mie­ren. „Die Infor­ma­ti­on der Medi­en hat dem­ge­gen­über hin­ten­an­zu­ste­hen. Die Teil­ha­be der Gre­mi­en an der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung, also eine wesent­li­che Grund­re­gel, wird aus­ge­he­belt, wenn die Stadt­ver­wal­tung ihren Wis­sens­vor­sprung dazu nutzt, einem aus­ge­wähl­ten Kreis vor­ab Infor­ma­tio­nen zu geben“, so Rats­herr Hill­brecht.

 (ver­öf­fent­licht am 25. Janu­ar 2013)